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Martin Wimmer

Ich bin der neue Hilmar und trauriger als Townes, weissbooks Verlag, 2016

Eine Kulturgeschichte der deutsch-texanischen Beziehungen, eine politische Autobiographie, die Poetikvorlesung eines leidenschaftlichen Sprachspielers, abenteuerliche Rezensionsreisen zu Songs, Filmen und Büchern, und vor allem ein Plädoyer für ein wildes, freies Leben voller Liebe.

Zwischen dem Sehnsuchtsort Texas und dem heimatlichen Oberbayern bewegt sich Martin Wimmer in seinem akrobatischen Text, der in deutsch-amerikanische Verflechtungen führt, das freie Leben preist und immer auf der Suche nach Liebe ist. Dabei begegnet er Songwritern, Filmemachern und Poeten genauso wie Münchner Szenelokalen, bayrischem Liedergut und dem Wilden Westen innerhalb der deutschen Kultur.

Ein sprachliches Abenteuer durch zwei Welten, ein Buch wie ein sprudelnder Quell, das auf fast jeder Seite zum Weiterstöbern einlädt.

Das Buch vom Stapel nehmen sollten LeserInnen, die sich interessieren für:

  • Mühldorf, Ampfing, Oberbayern, den Inn, München, Schwabing, Gerhard Polt, Fredl Fesl, G. Rag, d’Stiagn in Trostberg … und sonst die Muh lesen.
  • Texas, Louisiana, Songwriter, Woody Guthrie, Johnny Cash, Johnny Mercer, Willie & Waylon, Kinky Friedman, Buddy Holly … und sonst die No Depression lesen.
  • Literatur, Kunst, Film, Thomas Meinecke, Franz Dobler, Eliot Weinberger, David Foster Wallace, Wolfgang Welt, Karl Ove Knausgard… und sonst die Akzente lesen.
  • das Institut Solidarische Moderne, rot-rot-grüne Politik, Andrea Ypsilanti, Guy Debord, Kultur, die Kulturpolitische Gesellschaft (KuPoGe), Hilmar Hoffmann, Frankfurt, Sachsenhausen … und sonst die Gazette lesen.

Führender Experte für Songwriter aus Texas

Am 1. Januar 2017 war der 20. Todestag von Townes Van Zandt. Im August 2016 erschien das Buch „Ich bin der neue Hilmar und trauriger als Townes“. Autor Martin Wimmer erweist sich als einer der führenden Experten in Deutschland für texanische Songwriter von der „Heartworn Highways“ Szene der 70er um Townes, Guy Clark, Jerry Jeff Walker bis zu Steve Earle, Hayes Carll, Sunny Sweeney heute. Wer texanische Künstler von Kinky Friedman bis Terence Malick, von Lucinda Williams bis Joe Lansdale, von Robert Rauschenberg bis Larry McMurtry schätzt, der taucht hier in ein Paradies aus Querverweisen auf einschlägige Filme, Biografien und Songs ein. Eingewoben sind längere Essays etwa über Luckenbach oder das Kerrville Folk Festival. Für den Neueinsteiger ist das Buch eine gut geschriebene Einführung. Den Insider wird besonders faszinieren, wie Wimmer die Wurzeln der US-Songwriter bei Goethe oder dem Autor der deutschen Nationalhymne, Hoffmann von Fallersleben, aufdeckt und auf einer akribischen Spurensuche die Wirkungsgeschichte von Blues, Folk, Country und Americana nachzeichnet: ob bei Rolf Dieter Brinkmann oder Roberto Blanco, bei Michael Köhlmeier oder dem Technoclub Robert Johnson.