„Lieber größenwahnsinnig als kleingeistig“

in: derFreitag.de (wortgleich auf faustkultur.de),12.08.2016, von Jamal Tuschick

„Zwischen Programm und zerfaserndem Ich – Martin Wimmer, Büroleiter des Frankfurter Oberbürgermeisters Peter Feldmann, hat ein orkanartiges Buch geschrieben. ‚Ich bin der Hilmar‘ erklärt, ‘wie blaues Blut und blaue Noten‘ so wie Cajun und Zydeco zusammenhängen und bei wem Woody Guthrie abgeschrieben hat. Man müsste dem sich selbst abspulenden Text hinterher googlen, um erfundene Bezüge von Aficionado-Trouvaillen zu trennen. Die Plattensammlung des Erzählers könnte als Hauptstützpunkt einer schnellen Eingreiftruppe der mémoire involontaire dienen. Die Sammlungen der anderen bieten sich dem Erzähler als Beispiele für Steigerungsmöglichkeiten in Sphären der Verstiegenheit an; genug ist nicht genug; oder so: ‚You can write all day and never leave Texas.‘ Auf Seite 175 gesteht er: ‚Charaktere, Handlung, Dramaturgie, Spannungsbogen, Happy End, Auflösung, ich langweile mich zu Tode.‘ Auch ist er viel lieber größenwahnsinnig als kleingeistig, dieser Wimmer, den man selbstverständlich nicht mit seinem erzählenden Ich verwechseln darf.“

„Interview mit Martin Wimmer Der Nicht-Kulturdezernent spricht“

in: FNP, 12.08.2016

„Martin Wimmer, Büroleiter des Frankfurter Oberbürgermeisters, hat ein literarisches Werk veröffentlicht Unter dem Titel ‚Ich bin der neue Hilmar und trauriger als Townes‘ erzählt er in einem wilden Buch von schrägen Künstlern und texanischer Musik. Martin Wimmer ist Büroleiter des Frankfurter Oberbürgermeisters, geboren 1968 in Mühldorf am Inn. Genau wie der Ich-Erzähler seines neuen Buches ‚Ich bin der neue Hilmar und trauriger als Townes‘, das jetzt im Frankfurter Weissbooks-Verlag erschienen ist. Das Buch nennt sich im Untertitel, und das müssen wir hier ganz zitieren: ‚Eine Kulturgeschichte der deutsch-texanischen Beziehungen, eine politische Autobiografie, die Poetikvorlesung eines leidenschaftlichen Sprachspielers, abenteuerliche Rezensionsreisen zu Songs, Filmen und Büchern, und vor allem ein Plädoyer für ein wildes, freies Leben voller Liebe‘. Das Buch ist genauso wildwüchsig und anarchisch wie der Untertitel: eine Suada an Assoziationen über Texas, Musik und all die anderen Dinge. Es hält sich weder an eine Chronologie, noch erzählt es eine abgeschlossene Geschichte. Am 3. November stellt Wimmer sein Werk im Frankfurter Literaturhaus vor.“

 

„Wenn Büroleiter träumen. Martin Wimmers Gedanken zu Kultur und Politik“

in: FAZ, 15.08.2016

„Drei Tipps, sagt Martin Wimmer, habe er parat, um würdig zu altern: ‚Viel trinken, viel Liebe, viel Kunst.‘ Gipfel der Kunst sind für den Büroleiter von Oberbürgermeister Peter Feldmann texanische Songwriter. ‚Wer das nicht so sieht, hat noch nicht genügend Townes Van Zandt gehört‘, sagt Wimmer. Van Zandt und vielen anderen hat er ein Buch gewidmet, das ‚Ich bin der neue Hilmar und trauriger als Townes‘ heißt und dieser Tage bei Weissbooks erscheint.“

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„Büroleiter von OB Feldmann feiert: Martin Wimmers große Geburtstagsgaudi im kleinen Theater“

in: FNP, 16.08.2016

„Martin Wimmer. Das ist kein Geringerer als der Büroleiter des Oberbürgermeisters, ein schreibender Bayer mit mehr als einem Faible für den amerikanischen Bundesstaat Texas und der Musik der Singer-Songwriter dieser Gegend. Wimmer schreibt in seinem jüngst erschienenen Buch ‚Ich bin der neue Hilmar und trauriger als Townes‘, dass er bereits 33 Länder bereist hätte. Bali wird das 34. – und sicher ein unvergesslicher Trip.“

OB-Büroleiter: Bayer schreibt Buch über Sachsenhausen

in: Sachsenhäuser Wochenblatt 31/2016 

„Ein bayrischer Autor, der seit 2012 in Sachsenhausen wohnt, veröffentlicht sein neues Buch beim Frankfurter Weissbooks Verlag: „Ich bin der neue Hilmar und trauriger als Townes“. Martin Wimmer wurde 1968 in Mühldorf am Inn geboren und arbeitet derzeit als Büroleiter des Frankfurter Oberbürgermeisters. Er ist seit vielen Jahren unterwegs als Songwriter, DJ, Kabarettist und Autor, engagiert sich in der Denkfabrik Institut Solidarische Moderne und der Kulturpolitischen Gesellschaft. In seinem sehr persönlichen Buch erwähnt er auch den Markt im Hof und berichtet über Lesungen an der Trinkhalle in der Holbeinstraße und in der Ausstellungshalle 1A in der Schulstraße. In einer amüsanten Episode schildert er auch ein legendäres geschichtliches Ereignis, das seinen Heimatort mit Sachsenhausen verbindet.“

„Scharlatanerien aus dem Rathaus“

in: bookster-frankfurt.de, 12.08.2016

„Nun also ein neues Buch! Wimmer geht damit sogar auf eine kleine Lesereise, die ihn nach München, Wien, Berlin, Darmstadt und am 3. November ins Literaturhaus nach Frankfurt führt. Der Weissbooks Verlag legt es allen Fans von Thomas Meinecke, Franz Dobler, Eliot Weinberger und David Foster Wallace ans Herz, die sich mit gut erzählten Abenteuern amüsieren wollen. Inhaltlich verbindet es alles, was Wimmer zwischen dem Sehnsuchtsort Texas und dem heimatlichen Oberbayern beschäftigt: Auf den ersten Blick ein tagebuchartiges Insider-Roadmovie, in dem zwischen vielen recherchierten Fakten und wasserfallartigem Namedropping mit allerlei Wortspielen und Anspielungen durch den Themendschungel schwadroniert wird. Den roten Faden bilden zitierte Songtexte. Für Wimmer ist sein Buch kein Roman, sondern ‚ein Hybrid aus den vielen Leben, die ich führe.‘ Auf den zweiten Blick finden sich im Buch aber auch einige doppelte Böden mit einer gehörigen Portion Selbstironie. Als Rahmen dieser Scharlatanerie dient das Phänomen der Ich-Konstruktionen in den Social Media: Ich bin, was ich poste, teile, like und kommentiere – meine Bücher, meine Filme, meine Musik, meine Stars. Der Erzähler, der laut Wimmer nicht identisch mit ihm selbst sei, versucht herauszufinden, wer er ist und verliert sich dabei in den Weiten des Internets zwischen Google-Suchergebnissen, Wikipedia-Einträgen, Schriftsteller-Blogs, Facebook-Profilen, YouTube-Channels, Twitter-Accounts, Newsgroupdiskussionen und Tripadvisor-Tipps – immer geleitet durch seine ganz persönliche Filter Bubble. Wimmers zentrales Interesse besteht in der Frage, wie Ichs konstruiert werden. Ob der Leser dabei erfährt, wer Martin Wimmer ist? Vielleicht so: Ein Ich, das sich treu bleibt, indem es sich immer wieder neu erfindet.“

Wimmers Buch ist ein Füllhorn an Fundstücken zur Countrymusik und den Texas-Singer-Songwritern

in: country.de, 28.08.2016

„Wimmer ist sicher einer der profundesten Kenner der texanischen Countrymusik hierzulande. Der Leser erfährt nicht nur über den traurigen Townes etwas, sondern auch einiges über Guy Clark, Willie Nelson, Robert Dobson, Jimmy LaFave, Steve Earle, Kinky Friedman und viele andere texanische Singer-Songwriter mehr. Auch über den bedeutendsten texanischen Singer-Songwriter aus Deutschland, Markus Rill. Und wir lernen so viel Gescheites und wissenswertes über die deutsch-texanischen Beziehungen und über den „Lone Star State“ überhaupt. Wimmer macht mit seinen amüsanten Betrachtungen nicht an den texanischen Staatsgrenzen halt. Die großen Säulenheiligen der US-Folk- und Countrymusik Hank Williams, Woody Guthrie und Bob Dylan finden natürlich ihre angemessene Erwähnung. Und so liest der Kritiker dieses Buch in einem Ruck und fühlt sich gut unterhalten, freut sich über das, was er noch entdecken kann an interessanten musikalischen Querverbindungen, und sympathisiert mit der Haltung des Autors/Erzählers zur Musik, zur Kultur und zur Gesellschaft. Und das ist schon ganz schön viel, was einem ein Buch heutzutage geben kann. Muss man es gelesen haben? Kinky würde sagen: ‚Why the hell not?‘“

Trauriger geht nimmer. Aber die Liebe, die geht immer. Eine Rezension.

in: storycodex.com, 24.08.2016

„Wenn das Buch irgendwas ist, dann ein Beziehungsbuch. Da geht es um: Die Beziehung des Texaners an sich zum Deutschen, vor allem zum deutschen Outlaw, dem Bayern. Die Beziehung zwischen Country-Musik und den Folkloren oder Kunstbewegungen im Rest of World. Die Beziehung der Songtexte eines Townes van Zandt, eines Jerry Jeff Walker, eines Steve Earle, eines Woody Guthrie, eines Bob Dylan zu denen eines Wolfgang Ambros, eines Markus Rill, eines Ostbahn Kurti, eines Helge Schneider, sogar eines Roberto Blanko, einer Mary Roos. Die Beziehung dieser Texte und Singer und Songwriter zu und in Filmen, zu und in Büchern, zum und im Leben, und überhaupt: Ist das Leben nicht ein einziger Text? Die Beziehung zwischen politischen Richtungen und Programmen, quasi Ortsbestimmung und Wegbeschreibung, und ist nicht überhaupt alles nichts ohne Kultur? Mal auf, stets aber zwischen den Zeilen, geht es jedoch vor allem um die Beziehungen des Autoerzählers. Die Beziehung des Bayern Martin zu Texas, den USA, und vielen anderen geheimnisvollen Orten dieses Planeten, wie Mühldorf, Ampfing, Madrid, Frankfurt, und natürlich Schwabing. Die Beziehung des Texters und Songwriters Willi Ehms (ohne Singer, weil weniger Performer als Reformer) zu all dem und den oben Erwähnten. Die Beziehung des oft gescheiterten und doch mittlerweile angekommenen Womanizers zu einer schier unzählbaren Menge an willigen, an enzyklopädischen Lippen hängenden Frauen. Zusammenfassend und in diesem Sinne: Kaufen und vor allem: Lesen! Denn jeder Mensch, der wissen möchte, was die Welt im Innersten zusammenhält – nämlich Sprache, Musik, Kultur, und wilde, freie Liebe – findet hier gewiss sein Saatkorn.“

Texas ist nicht Bayern

in: Inn-Sider, 31.08.2016

„Was verbindet Bayern mit Texas? Das beantwortet der 1968 in Mühldorf am Inn geborene Martin Wimmer in seinem Buch ‚Ich bin der neue Hilmar und trauriger als Townes‘. Darin begegnet er Liedermachern und Kabarettisten und beschäftigt sich mit bayrischen Mythen wie dem Chopper oder dem Wilden Westen innerhalb der deutschen Kultur. Wimmer erzählt vom Schlauchbootfahren über den Inn, Ölbohrungen an der Salzach, Auflegen im Münchner Backstage und vielem mehr. Ein Cowboy mit Schrotflinte posiert im Rattlesnake Saloon, die Tochter von Johnny Cash nimmt Platten in Schwabing auf und dann reiten Zorro, Gringo und Zapata noch einmal durch das Siegestor. Die bayrische Anarchiegeschichte der Literatur ist um einen Titel reicher. Eine liebevolle Hommage an die oberbayrische Heimat.“

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Wahlkampf in Wacken

in: Frankfurter Rundschau, 01.09.2016

„Martin Wimmer, der ja ausweislich seiner kürzlich erschienenen Autobiografie (‚Ich bin der neue Hilmar…‘) vor allem der Liebe, der Rockmusik und dem Trunke ergeben ist…“